Über uns

„Hilde – Das freie Lastenradsystem für Hildesheim” ist ein Projekt des ADFC-Hildesheim e.V.

www.adfc-hildesheim.de

Das Projekt ist gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Förderkennzeichen: 03KKW0263
Vorhabentitel: „:NKI: Hilde – Das freie Lastenradsystem für Hildesheim“
Bewilligungszeitraum: 01.11.2018 – 31.10.2020
Weitere Förderer findest Du unter dem gleichnamigen Menüpunkt.

Nachbarschaft und Klimaschutz

Ziel des Projekts ist es, den klimafreundlichen Transport von Kindern, Einkäufen und schweren oder sperrigen Gütern per Lastenrad erlebbar zu machen. Dabei geht es natürlich auch darum, dem Verkehrsmittel Lastenrad in Hildesheim größere Bekanntheit zu verschaffen. Im Nachbarschaftsgebiet Marienburger Höhe, Neustadt und Oststadt gibt es Ausleihstationen für aktuell fünf Lastenräder – die Nutzer*innen können jedoch auch außerhalb dieses Nachbarschaftsgebiets wohnen. Die Ausleihstationen sind an Läden, Cafés und soziale Einrichtungen angeknüpft, das Ausleihen der Räder ist kostenfrei.

Warum das Ganze? Spätestens seit dem extrem heißen Sommer 2018, der seitdem verstärkten medialen Berichterstattung und streikenden Schüler*innen von Fridays for Future ist das Thema Klimawandel in allgemeinen Bewusstsein präsent. Spätestens seitdem dürfte auch vielen Menschen bewusst sein: Wir müssen JETZT handeln, um den durch den Klimawandel verursachten Schaden – so weit es geht – noch in Grenzen zu halten. Dabei ist das Handeln der Politik, der Wirtschaft UND der Privatpersonen von existenzieller Bedeutung. Wir müssen alle tätig werden und nicht erst darauf warten, dass die anderen etwas machen. Doch was kann der*die Einzelne im Alltag tun? Zum Beispiel das eigene Mobilitätsverhalten klimafreundlich gestalten. Denn:

Der Verkehrssektor ist für mehr als 18 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich.1 Und diese 18 Prozent kommen durch viele unnötige Fahrten zu Stande. Burkhard Stork, Bundesgeschäftsführer des ADFC, führte 2017 aus:
„Selbst Wege unter einem km werden zu 22,3 Prozent mit dem MIV [MIV = motorisierter Individualverkehr, also Auto & co.] zurückgelegt, bei 1-2 km sind es schon 52,8 Prozent, bei 2-5 km 65 Prozent. Insgesamt sind das 81 Mio. überflüssige Fahrten, zählt man noch die 32,4 Mio. Fahrten zwischen 5 und 10 km hinzu, die ebenfalls noch Fahrraddistanzen sein, ließe sich der gesamte MIV in Deutschland um 80 Prozent reduzieren.”2

Fahrräder machen bereits viel möglich. Lastenräder machen extrem viel möglich, 180 Kilo Zuladung lassen sich mit unseren Hilde-Lastenrädern transportieren. Auch Kinder vom 1 Monat bis zum vollendeten 7. Lebensjahr (nur bis dahin erlaubt die StVO den Kindertransport) lassen sich verkehrssicher transportieren, dafür bietet „Hilde“ das entsprechende Equipment.
Probiert es einfach aus – es bringt total viel Spaß Lastenrad zu fahren und ist viel einfacher als vielleicht gedacht. Ist doch spitze, wenn sich Klimaschutz einfach im Alltag umsetzen will und auch noch glücklich macht.

Wir freuen uns sehr darüber, dass dieses Projekt durch den tollen Förderaufruf „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums möglich gemacht wurde. Natürlich freuen wir uns auch über die finanzielle Unterstützung all der lokalen Akteure, ohne die das Projekt auch nicht hätte stattfinden können. Mehr zu allen Förderern findest Du unter dem gleichnamigen Menüpunkt.

1https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/treibhausgas-emissionen/emissionsquellen#textpart-2

2https://nationaler-radverkehrsplan.de/aktuell/nachrichten/bericht-vom-adfc-symposium-2017

Team

Das Team besteht aus der Initiatorin und Projektleiterin Tinka Dittrich und einigen ehrenamtlichen Lastenradpatinnen und -paten.

Tinka wuchs in Hamburg auf und zog für das Studium im Herbst 2010 nach Hildesheim. Schnell fand sie großen Gefallen an dieser Stadt und dem schönen Umland. Noch vor Abschluss ihres Studiums war ihr klar: Hier möchte sie bleiben. Da das Fahrrad Tinkas Ansicht nach eine der genialsten Erfindungen der Menschheit ist und Klimaschutz ein Herzensanliegen von ihr ist, kam das Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative gerade recht für sie. Tinka genießt es sehr, hauptberuflich (1/2 Stelle) ihre Begeisterung für Lastenräder weitergeben zu dürfen. Nebenberuflich ist sie als zertifizierte Radfahrlehrerin für Erwachsene tätig, in ihrer Freizeit schraubt sie ehrenamtlich in der studentischen Fahrradselbsthildeswerkstatt Fazze mit – manchmal überlegt sie, ob sie eines Tages als Fahrrad aufwachen wird.

Die Lastenradpatinnen und Lastenradpaten wollen bislang lieber anonym bleiben. Sie sind aber alle ziemlich toll und wenn Du auch Lust hast, Lastenradpate oder -patin zu werden, hast Du eine gute Chance sie kennen zu lernen.